Die Österreichische HochschülerInnenschaft – Wer ist sie? Was macht sie?

Die Österreichische Hochschülerinnen-und Hochschülerschaft Bundesvertretung (kurz: ÖH BV) ist die gesetzliche Vertretung der Studierenden der Universitäten, Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und Privatuniversitäten in Österreich. Ähnlich wie die Arbeiterkammer oder die Wirtschaftskammer ist sie eine Interessensvertretung. Die ÖH vertritt laut dem Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz (HSG) „die allgemeinen und studienbezogenen Interessen“ ihrer Mitglieder.

Das Gremium der ÖH Bundesvertretung setzt sich aus 100 MandatarInnen zusammen, die den Vorsitz und die ReferentInnen der ÖH wählen sowie über das Budget und Projekte der ÖH entscheiden. Die Exekutive der ÖH Bundesvertretung wird von einer oder mehreren Fraktionen (die sich zu einer Koalition zusammenschließen) geführt.

Wie hat sie sich entwickelt?

Gegründet wurde die ÖH 1945, im Jahr darauf gab es die ersten Wahlen. Dieses demokratische Wahlrecht als Mitbestimmung der Studierenden kam somit erst relativ spät, wenn man bedenkt, dass die erste Hochschule in Österreich, die Universität Wien, bereits 1365 gegründet wurde.

Welche Ebenen gibt es?

Die ÖH arbeitet auf mehreren Ebenen. Auf höchster Ebene wird die österreichweit organisierte Bundesvertretung (BV) gewählt. Diese ist Verhandlungspartnerin gegenüber dem Ministerium und vertritt die Studierenden nach außen. Nachdem die Wahl der Bundesvertretung 2005 abgeschafft wurde, kann sie in diesem Jahr wieder direkt gewählt werden.

Die Universitätsvertretung (UV) vertritt die jeweiligen universitätsspezifischen Interessen ihrer Studierenden. Ihre fraktionelle Zusammensetzung wird durch die ÖH-Wahlen bestimmt.

Auf der nächsten Ebene werden Fakultäts- und Zentrumsvertretungen gewählt, welche sich aus den Studienvertretungen zusammensetzen und die Studierenden gegenüber dem Dekanat vertreten.

Die Studienvertretung wird auf unterster Ebene gewählt. Sie arbeitet direkt mit den Studierenden einer Studienrichtung zusammen und vertritt sie gegenüber der Uni-Bürokratie.

Was tut die  ÖH?

Die Österreichische HochschülerInnenschaft beschäftigt sich mit den verschiedensten Tätigkeitsfeldern in Bereichen der Beratung, Unterstützung, Planung von Veranstaltungen, Mitarbeit an universitären Gremien, etc. Die Arbeitsbereiche der ÖH werden in sogenannte „Referate“ genauer unterteilt. Diese Referate setzen sich folgendermaßen zusammen:

Die Vorsitzenden der ÖH-Bundesvertretung nehmen alle Vertretungsaufgaben innerhalb der ÖH und nach außen hin wahr. Sie werden vom Generalsekretariat unterstützt.

Das Referat für Bildungspolitik beschäftigt sich überwiegend mit der Beobachtung, Analyse und aktiven Mitgestaltung der österreichischen Bildungspolitik.

Neben aktiver Mitgestaltung der LehrerInnenausbildung bietet das Referat für pädagogische Angelegenheiten auch Beratung und Vernetzung für PH-Studierende und auch Lehramts-Studierende auf Universitäten.

Die Zuständigen des Referats für Fachhochschul-Angelegenheiten unterstützen FH-Studierende in Ihren Anliegen während dem Studium und helfen der ÖH vor Ort beim Aufbau der lokalen Vertretung.

Das Referat für wirtschaftliche Angelegenheiten („WiRef“) kümmert sich um alles, was mit Geld, Verträgen, Förderungen, Zahlungen, Rückerstattungen, Versicherungen und ähnlichem zu tun hat.

Mittels Information, Beratung und Intervention versucht das Referat für Sozialpolitik die soziale Situation von Studierenden zu verbessern.

Zum Aufgabenbereich des Referats für Öffentlichkeitsarbeit zählen: Auftritte in der Öffentlichkeit, Homepages, Kampagnen und auch die Universitätszeitschrift Progess.

Im Referat für Studien- und MaturantInnenberatung werden Beratung und Information für StudentInnen und SchülerInnen angeboten.

Das Referat für internationale Angelegenheiten ist für Studierendenmobilität (Austauschprogramme) und die internationale Studierendenvertretung zuständig.

Alle ausländischen Studierenden, die bereits an einer österreichischen Hochschule studieren oder hier ein Studium beginnen wollen, werden im Referat für ausländische Studierende beraten.

Aktuelle Entwicklungen zum Thema Geschlechterverhältnisse werden im Referat für feministische Politik thematisiert.

Das Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik will allen StudentInnen eine Plattform bieten, die es ermöglicht, sich mit dem Thema Menschenrechte und Gesellschaftspolitik auseinander zu setzen.

In Österreich werden Tutorien organisiert vom unabhängigen Tutoriumsprojekt.

Was noch?

Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist jederzeit für seine Studierenden da und unterstützt diese das ganze Jahr. Informationen zu aktuellen Ereignissen und Veränderungen in der ÖH werden regelmäßig auf der offiziellen Homepage der ÖH Uni Wien bereitgestellt.

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2 Kommentare

  • MIt dem im Oktober 2014 verabschiedeten HSG (Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz) ist die ÖH auch die gesetzliche Vertretung für die Studierenden von Privatuniveristäten.