Vorlesung im Freien der AG

Platzproblematik an österreichischen Hochschulen

Seit Jahren gibt es keine Verbesserung des Platzproblems an Wiens Fachhochschulen und Universitäten. Je nach Studienrichtung hat man noch vor Beginn des Studiums mit bis zu 20 Mitbewerbern für einen Studienplatz zu kämpfen. Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen hat die Aktionsgemeinschaft am 27. April eine Vorlesung im Freien vor dem Hauptgebäude der Universität Wien organisiert.

Bei der Vorlesung „Unternehmertum, Start-Ups und Innovationen“, vorgetragen von dem Kommunikationsunternehmer Dr. Josef Mantl, konnten sich die AG-Spitzenkandidaten Jens Eipper, Lisa Schwenn und Peter Wiltsche mit den Studierenden über das Platzproblem unterhalten. „In den letzten Jahren hat sich bei der Platzproblematik nichts verbessert und die Bundes-ÖH hat untätig zugesehen, wie Studierende auf den Stufen sitzen oder sich für ihre Lehrveranstaltungen nach der Atomuhr anmelden müssen, um noch einen Platz zu bekommen“, zeigt sich AG-Spitzenkandidat Jens Eipper verärgert über die Untätigkeit der derzeitigen ÖH-Exekutive und den chAktionsGemeinschaft Vorlesung 3 (1)ronischen Platzmangel an den Hochschulen.

 

Bei den Gesprächen hat sich gezeigt, dass viele von der Platzproblematik betroffen sind. Eine Politikwissenschaftsstudentin beklagte vor allem die Situation am Beginn des Studiums. So sei es bei den Einführungsvorlesungen teilweise so überfüllt, dass man nicht einmal auf den Stiegen einen Platz bekommt. Eine Studentin der Universität für Bodenkultur, sowie ein Rechtswissenschaftsstudent haben beklagt, dass es oft zu Verzögerungen im Studium kommt, weil man häufig keinen Platz für eine Übung bekommt.

So hat das Ganze auch ein bisschen ein Glücksspiel-Flair ob man es wirklich schafft in der Mindeststudienzeit fertig zu werden. In einigen Studienfächern ist es so, dass innerhalb weniger Minuten nach Beginn der Anmeldezeit bereits alle Plätze für eine Übung belegt sind. Langsames Internet oder gerade unterwegs, du brauchst jedoch unbedingt genau diese Lehrveranstaltung? Pech gehabt….versuchs‘ nächstes Semester wieder. Und auch da gibt es keine Garantie, dass du dann einen Platz bekommst.

Was will die AktionsGemeinschaft dagegen tun?

 

Um die Platzproblematik zu bekämpfen, setzt sich die AG für eine Ausfinanzierung der Universitäten ein und fordern die Erreichung der Förderungsmarke von 2% des BIP für den tertiären Bildungsbereich. Um genügend Plätze für die Lehrveranstaltungen zu schaffen, wollen sie den verstärkten Ausbau von Drittmittelfinanzierungen durchsetzen. Die AG legt besonderen Wert darauf, dass die Wirtschaft dadurch keinen Einfluss auf die Wissenschaft und deren Lehre ausübt. Auf der einen Hand soll das durch ausreichende staatliche Mittel und Auflagen und auf der anderen Hand durch eine starke Studierendenvertretung der AktionsGemeinschaft garantiert werden.

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