Im Gespräch mit Jens Eipper, Lisa Schwenn und Peter Wiltsche – Spitzenkandidaten der AG

Nur noch wenige Tage bis zum Startschuss der ÖH-Wahl 2015. Die Fraktionen mobilisieren noch einmal alle Kräfte um Unentschlossene von ihren Idealen zu überzeugen. So auch die AG und deren drei Spitzenkandidaten Jens Eipper, Lisa Schwenn und Peter Wiltsche.

Jens Eipper

http://aktionsgemeinschaft.at/

Warum haben Sie sich entschlossen für die ÖH-Wahlen zu kandidieren?

Ich sehe die Chance, einen Richtungswechsel in der ÖH einzuleiten und endlich wieder auf die Interessen der Studierenden das Hauptaugenmerk zu legen. Das möchte ich gerne mitgestalten und verbessern.

Welches Ereignis ist Ihnen von Ihrer bisherigen Zeit bei der AG am stärksten in Erinnerung geblieben?

Das man wirklich etwas umsetzen und bewegen kann, wenn man die Studierenden mit ins Boot holt und hartnäckig bleibt. So haben wir als AG-Boku dafür gesorgt, dass es einen weiteren Nahversorger an der Türkenschanze gibt oder auch den Bankomat in der Muthgasse.

Inwiefern denken Sie wird ihr Engagement bei der AG ihren beruflichen Werdegang beeinflussen?

Die AG selbst vermutlich nicht. Jedoch lernt man vieles, wie man z.b. besser auf Menschen zugehen kann oder auch überzeugender kommuniziert. Außerdem lernt man im Team zu arbeiten und gemeinsam ein Ziel zu verfolgen. Und das hilft sicher auch im Berufsleben.

Gibt es seitens der Studenten ein geringes Interesse an den ÖH-Wahlen, und wenn ja, warum Ihrer Meinung nach?

Leider ja. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass sich der Großteil der Studierenden nicht mehr durch die ÖH vertreten sieht, da sie falsche Prioritäten setzt. Dazu kommt das schlechte Marketing der ÖH, so dass viele gar nicht wissen, was die ÖH eigentlich alles machen könnte oder welche Vorteile und Nutzen sie aus der ÖH haben.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass Studenten zur Wahl gehen?

Wahlrecht ist Mitspracherecht. Ich finde jeder sollte die Chance nutzen mitzuentscheiden. Nur wer wählt, kann beeinflussen, wie in Zukunft innerhalb der ÖH gearbeitet wird.

Lisa Schwenn

http://aktionsgemeinschaft.at/

Warum haben Sie sich entschlossen für die ÖH-Wahlen zu kandidieren?

Ich engagiere mich bereits seit einigen Semestern in der Studienvertretung und dort habe ich erfahren, wie viel man für uns Studierende verändern und verbessern kann im Studium. Deshalb habe ich mich dazu entschieden für die ÖH Wahlen zu kandidieren, um nicht nur an der eigenen Universität die Studienbedingungen zu verbessern, sondern auch auf Bundesebene – denn dort gibt es großen aufholbedarf.

Welches Ereignis ist Ihnen von Ihrer bisherigen Zeit bei der AG am stärksten in Erinnerung geblieben?

Als ich als Teil der Aktionsgemeinschaft Linz bei den letzten ÖH Wahlen im Jahr 2013 den Wahlsieg und den Einzug in die Exekutive miterleben durfte.

Inwiefern denken Sie wird ihr Engagement bei der AG ihren beruflichen Werdegang beeinflussen?

Ich bin der Meinung, dass man durch das Engagement bei der AG und auch bei der ÖH sehr viel lernt und viele Erfahrungen für das spätere Leben macht.

Gibt es seitens der Studenten ein geringes Interesse an den ÖH-Wahlen, und wenn ja, warum Ihrer Meinung nach?

Ich glaube, dass die Studierenden sehr unzufrieden mit der derzeitigen Bundes ÖH sind und deshalb oftmals nicht wählen gehen. Außerdem findet zu wenig Aufklärung darüber statt, was die ÖH für die Studierenden macht, viele wissen gar nicht was die ÖH täglich für uns Studierende macht und können sich dadurch nicht mit der ÖH identifizieren und gehen deshalb nicht wählen.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass Studenten zur Wahl gehen?

Wenn man die Möglichkeit zur Mitbestimmung hat, dann sollte man auch mitbestimmen und von seinem Wahlrecht gebrauch machen. Außerdem ist mit einer höheren Wahlbeteiligung die Verhandlungsstärke gegenüber dem Ministerium viel größer und somit können leichter Verbesserungen durchgeführt werden.

Peter Wiltsche

http://aktionsgemeinschaft.at/

Warum haben Sie sich entschlossen für die ÖH-Wahlen zu kandidieren?

Ich war schon in meiner Schulzeit in der Schülervertretung tätig und habe dort schon begonnen, mich für die Interessen der Schülerinnen und Schüler auf Schul- Landes- und Bundesebene einzusetzen. Als ich dann auf die Uni kam, sind mir viele Dinge aufgefallen, die mich gestört haben. Da war dann der Entschluss sich direkt an den Veränderungen zu beteiligen und was zu bewirken nicht mehr weit weg.

Welches Ereignis ist Ihnen von Ihrer bisherigen Zeit bei der AG am stärksten in Erinnerung geblieben?

Ich finde es total schwer, das in einem Ereignis fest zu machen. Was ich an der AG so schätze, ist dass einerseits die Kollegialität und die Freundschaft sehr groß geschrieben wird, andererseits trotzdem in der Sache selbst teilweise auch harte Diskussionen stattfinden. Am meisten aufgefallen ist mir das, als wir unser Positionspapier überarbeitet haben – da hat es harte Diskussionen gegeben, aber danach sind wir doch wieder alle zusammen gekommen.

Inwiefern denken Sie wird ihr Engagement bei der AG ihren beruflichen Werdegang beeinflussen?

Ich bin mir sicher, dass die AG einen sehr viel fürs Leben bringt. Man lernt einige Leute kennen, kann sich viele Dinge für die persönliche Weiterentwicklung mitnehmen und vieles mehr. Wie sich das genau in meinem Lehrberuf zeigen wird, darauf bin ich selbst gespannt.

Gibt es seitens der Studenten ein geringes Interesse an den ÖH-Wahlen, und wenn ja, warum Ihrer Meinung nach?

Es spricht schon für sich, dass viele Studierende derzeit wenig mit ihrer Vertretung auf Bundesebene anfangen können und die Wahlbeteiligung unter anderem deshalb so niedrig ist. Im persönlichen Gespräch mit vielen Studierenden merke ich aber schon, dass einige sich dann schon für die Aufgaben der ÖH interessieren und sich einige eine echte Interessensvertretung wünschen würden.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass Studenten zur Wahl gehen?

Die ÖH muss endlich wieder eine starke Interessensvertretung auf Bundesebene werden – und dafür braucht es viele Studierende, die von ihrem Wahlrecht gebrauch machen und mitbestimmen. Deshalb an alle, die das lesen: Nehmt euch die paar Minuten Zeit -es tut nicht weh, dauert nicht lang und bringt wirklich viel!

 

Text: Christoph Zwierschitz, Sebastian Bürger

Bilder: http://aktionsgemeinschaft.at/

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