Filmvorführung der KSV: „Blut muss fließen“

Am 12.5.2015 fand die etwas weniger wahlbezogene Filmvorstellung mit anschließender Diskussion statt. Organisiert von der KSV (Kommunistischer StudentInnenverband), wurde der Film „Blut muss fließen“ gezeigt. Der Regisseur nahm an der Veranstaltung teil und konnte zu seinem Werk befragt werden. Wie die Veranstaltung mit den Wahlzielen der KSV zusammenhängt und warum der Film sehenswert ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Eine Filmvorführung zu Verwirklichung eines Wahlzieles

Peter_Ohlendorf in einem Vorlesungssaal

Peter Ohlendorf präsentiert seinen Film

Die Veranstaltung der KSV am Unicampus Wien dauerte über zwei Stunden. Aufgrund der ÖH Parallelveranstaltung „Elefantenrunde“ an der WU war die Vorführung nur spärlich besucht. Das hinderte das Publikum nicht daran, sich stark an der anschließenden Diskussion zu beteiligen. Der Spitzenkandidat der KSV der Universität Wien, Arnold Paukowitsch, war anwesend, beteiligte sich aber nicht durch einen Gesprächsbeitrag. Seine einzige Unterstützung zeigte er durch das Reichen des Mikrofons bei der anschließenden Diskussion. Trotzdem scheint die Fraktion ihre Ziele für die Veranstaltung erreicht zu haben. So ist es der Organisation besonders wichtig, die StudentInnen über Kommunismus zu informieren und solche Veranstaltung in einem universitären Rahmen abzuwickeln. Gleichzeitig wollen sie die Studierenden politisch an Bord holen und informieren. Dies zeigte sich durch die anschließende Diskussion, bei der jede/r die Möglichkeit hatte, seine Meinung zu äußern und Fragen an den Regisseur Peter Ohlendorf zu Stellen. So gelang es dem KSV seine Grundvorstellung der ÖH einzubinden, ohne dabei die politische Werbetrommel erklingen zu lassen. Wer mehr über den KSV erfahren möchte, kann sich hier informieren. Das anschließende Interview mit Arnold Paukowitsch findet ihr hier.

Die rechte Szene unter sich

Mahnruf Ausgabe 369

Die Zeitschrift „Mahnruf“ erinnert an die Opfer des zweiten Weltkrieges

Der Dokumentar- und Investigativfilm „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ zeigt, wie sich die rechte Szene heute noch in der Halböffentlichkeit formiert und auftritt. Der Investigativjournalist (Pseudonym: Thomas Kuben) zeigt darüber verdeckt gefilmte Szenen von Rechtsrock Veranstaltungen und dementsprechende Kleidungs- und Musikgeschäfte. Über 9 Jahre tauchte Thomas Kuben unter lebensgefährlichen Bedingungen in die Szene ein. So weist er auch darauf hin, dass er trotz Beweisen mit seinem Material nicht viel Unterstützung in der Politik und in der Öffentlichkeit erreichen konnte. Erst nachdem die Berlinale den Film aufgriff, zeigte sich ein stärkeres Interesse für das Material. Der Film zeigt rechtswidrige Handlungen, die unter das Gesetzt § 86 „Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen“ fallen. Dennoch wurden die porträtierten Täter nicht rechtlich verfolgt. Der Film ist im Augenblick nicht frei zugänglich und kann nur bei solchen Veranstaltung wie dieser gesehen werden. Der Regisseur ist jedoch im Kontakt mit einem Freilichtkino in Wien um den Film dieses Jahr noch auszustrahlen. Sehenswert ist der Film sicher, da er zeitnahe zeigt, dass in manchen Teilen der Gesellschaft Rechtsextremismus noch immer eine große Rolle spielt. Es ist ein erklärtes Ziel der KSV, Schritte gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen und Studierende zu diesen Themen zu informieren. Mit Veranstaltungen wie dieser möchten sie dieses Wahlversprechen erfüllen.

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