Die LISTE – Mit Satire zur ÖH-Wahl

Gegen „Korrupte Katholiken, Alt-Nazis und Links-Spießer“ auf der Universität Wien und „BILDUNG ÜBERWINDEN“. Das ist die Botschaft der Fraktion Die LISTE. Satire auf Hochschulniveau.

Die LISTE, der studentische Ableger der Satire-Partei Die PARTEI, tritt dieses Jahr zum ersten Mal bei den ÖH-Wahlen an. Sich selbst bezeichnet die Fraktion als eine politische Organisation und Seniorenheim. Das Ziel: politische Verwirrung. Ein Wahlprogramm braucht die Satire-Fraktion dafür nicht. Wenn die JUNOS (Junge liberale Studierende) Elite Unis für alle fordert, antwortet Die LISTE: „Elite Unis für JUNOS. Der Rest soll scheißen gehn!“

Eine eigene Fraktionshomepage gibt es nicht, ein Link verweist auf ihrer FB-Seite zur Webseite von Die PARTEI. Beim Interview mit FM4 sagt Marcel Pierre Hintner, Generalsekretär der PARTEI Österreich, auch ganz klar: „Wer Die LISTE wählt, wählt Die PARTEI.“ Ihr Spitzenkandidat ist Philipp Jocham.

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Ein EU-Sitz und eine Anzeige wegen Wiederbetätigung

Die österreichische Version der aus Deutschland stammenden Partei Die PARTEI, gibt es seit Oktober 2014. Dank abgeschaffter Wahlhürde erreichte Die PARTEI bei den EU-Wahlen einen Sitz im Parlament, wo Humorist und Gründer Martin Sonneborn seitdem seine Satire verbreitet. Durch ihre Teilnahme an Pegida-Demos und plakativen Sprüchen wie „Tibet raus aus der EU“ oder „Wien darf nicht Mordor werden“, hat die PARTEI auch bei uns schnell und viel Aufmerksamkeit erregt. Die Hintner-Jugend, eine Jugendorganisation der Partei, handelte sich durch ihren Gruß „Hi Hintner“ bei der letzten Pegida-Kundgebung im April eine kollektive Anzeige wegen „Wiederbetätigung durch Provokateure“ ein. Den Vorwurf den Arm zum Hitlergruß gehoben zu haben, weißt Die PARTEI zurück. „Ja, wir wollen alle Parteien rechts überholen, aber Wahlversprechen sind nichts, was wir je halten wollen.“

 

 

In ihrer Satzung stellt die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative fest: „Totalitäre, diktatorische und faschistische Bestrebungen jeder Art lehnt Die PARTEI entschieden ab.“

ÖH 2.0

Die diesjährigen ÖH-Wahlen sind laut LISTE „eine Chance das Alte zu vergessen und etwas Neues zu erschaffen“ – die ÖH 2.0. Die LISTE Innsbruck fordert „Doktortitel für alle“ und „Aussageverweigerungsrecht auch in Prüfungssituationen“. In Graz will man die „STEOP als eigenes Studienfach“ sowie „Gratis Haargel für JUS Studenten“.

Ein Interview mit dem bundesweiten Spitzenkandidat Philipp Jocham könnt ihr bald in unserem Blog lesen.

 

Text: Verena Richter

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