KSV-Lili Kommunistischer StudentInnenverband – Linke Liste

Die KSV-LiLi spricht sich gegen den Leistungsterror und Kapitalismus aus. Bei den ÖH-Wahlen 2013 erreichten sie auf der Bundesebene 1,9 % und an der Uni Wien 6,8 %.(1)  Alles, was ihr über diese Partei wissen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die ÖH-Wahlen 2015

Generell versucht die KSV-LiLi primär als Fraktion und weniger durch einzelne Personen aufzutreten. Dadurch sollen die Inhalte und die Position der Gruppierung im Vordergrund stehen. Dennoch stellen sie die „ÖffentlichkeitsarbeiterInnen” Tina Sanders (Politikwissenschaften, Uni Wien) und Philipp Jung (Geschichte, Uni Wien) als RepräsentantInnen auf.(2) Von konkreten Wahlversprechen nimmt die StudentInnengruppe eher Abstand. So äußert sich Phillip Jung zwar zu einem gratis Öffi-Ticket und einem bedingungslosen Grundeinkommen. Generell steht aber mehr das Gedankengut im Vordergrund, als konkrete Planungsvorhaben. Vertretungen gibt es bei der Uni Wien, der Uni Linz, der Boku, der FH der Wirtschaftskammer Wien und dem FH Campus Wien.(3) Das „Kommunismus“ im Namen der Partei steht weniger für die Nähe zu Stalin und Ähnlichem, sondern mehr für die Basisideen des Kommunismus.(4) Die Fraktion steht dabei gegen Diskriminierung, Leistungsdruck und Kapitalismus.(5)  Für was die Partei genau steht, erfahrt ihr im weiteren Artikel.

Die Geschichte und ihre Philosophie

Logo der KSV-LiLi

Logo der KSV-LiLi Quelle: KSV-LiLi Homepage

Die KSV-LiLi entstand durch eine Abspaltung von der KSV im Juni 2006. Die Differenzen ergaben sich aus dem Bezug zu der Partei KPÖ: Im Allgemeinen stand die KSV-LiLi hinter der Bundeslinie der KPÖ, während die KSV diese ablehnte.(6) Ihr Vorgehen als Partei unterscheidet sie sich eher von den anderen Fraktionen. So setzten sie sich für die Öffnung der ÖH ein. Dies wollen sie durch die verstärkte Mitsprache der Studien- und Fakultätsvertretungen und durch Projektarbeiten umsetzen. Generell wollen sie die Gesellschaftsveränderung vorantreiben. Sie setzen sich für das allgemeinpolitische Mandat der ÖH ein.(7) Ihre Grundphilosophie ist dabei sehr umfassend. So gehen sie gegen den Kapitalismus vor, der aus ihrer Sicht an den einkommensschwächeren sozialen Schichten spart. Antirassismus liegt ihnen ebenfalls am Herzen. So setzten sie sich gegen die Hürden für Drittstaatstudenten ein, für die an der Universitäten mehr Studiengebühren anfallen. Um diese weiter zu unterstützen, verlangen sie mehr englische Vorlesungen und einen gratis Deutschkurs. In der Bildungspolitik wollen sie grundsätzlich alle Hindernisse für Studierende aus dem Weg räumen. Sie lehnen jegliche Aufnahmeverfahren wie z.B. die STEOP oder Knockoutprüfungen ab. Für sie ist dies nur eine künstliche Studienplatzverknappung. Es soll niemals ein Konkurrenzkampf oder ein Leistungsdruck entstehen. Um die überlasteten Studierenden psychisch zu betreuen, verlangen sie ein Gratisangebot an psychologischer Behandlung. In den vergangenen Jahren eingeführte Veränderungen des Studienplans, die zu weiterem Leistungsdruck führen, wie z.B. das ECTSSystem, sollen abgeschafft werden. Finanziell und zeitlich soll man den Studierenden mit einer verlängerten Mindeststudienzeit und einer erhöhten und verlängerten Familienbeihilfe entgegenkommen. Feminismus soll auch im Studienumfeld eine Rolle spielen. Dabei kritisiert die KSV-LiLi die erhöhte Männerquote in der Leitungsebene der Universitäten sowie bei den ProfessorInnen.(5) Die Gruppierung hat Verbindungen zu der Kommunistischen Partei Österreichs und die Jungen Linke.

Weitere Informationen zur KSV-LiLi findet ihr unter ihrer Homepage und ihrer Wahlhompage.

Autor: Chr E

Zurück

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.