KSV – Kommunistischer StudentInnenverband

„Studiengebühren gehören ganz abgeschafft! Geld gibt’s in diesem Land genug, nur an den falschen Stellen“ – (Sonja Beier, Spitzenkandidatin).

Dieses Zitat fasst die Sichtweise der KSV relativ gut zusammen. Ihr Ziel ist es, allen einen Zugang zum Studium zu ermöglichen.  In der ÖH-Wahl 2013 erreichten sie bundesweit 2,2 % und 1 Mandat. Doch was hat die Fraktion für 2015 geplant? Alles Weitere erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die Wahlziele

Sonja Beier ist dieses Jahr die Spitzenkandidatin für den KSV. An der Uni Wien nimmt Arnold Paukowitsch diese Rolle ein. Die Gruppierung setzt sich verstärkt für die Erhöhung der finanziellen Mittel der finanzschwächeren StudentInnen ein. Um dieses Ziel zu erreichen, will der KSV die Studienbeihilfe erhöhen und die Auszahlung der Familienbeilhilfe verlängern sowie maximieren. Um die Wohnausgaben zu vermindern, setzen sie sich für eine Mietzinsobergrenze, eine Erhöhung der Wohnbeihilfe und die Errichtung neuer StudentInnenheime. Um die allgemeinen Ausgaben zu vermindern, verlangen sie günstigere Öffi-Tickets und gratis Lehrmaterialien. An den Unis fordern sie ein absolutes Werbe- und Drittmittelfinanzierungsverbot. Des Weiteren ist es ihnen ein Anliegen, jegliche Zugangsbeschränkungen, wie z.B. die STEOP, einzustellen sowie wirtschaftlich weniger profitable Studiengänge finanziell nicht zu vernachlässigen.(1) Die Abschaffung des Unirats ist ebenfalls in ihrem Wahlprogramm enthalten.(2) Diese Ziele basieren auf den Grundgedanken des Sozialismus, welchen sie den Studenten etwas näher bringen wollen.(1)

Die Philosophie – mehr Kommunismus an der Uni

Dass es sich es hier um eine kommunistische Fraktion handelt, verrät bereit der Name. Doch wie ist das im Grundgedanken der Gruppierung verankert und welche Langzeitziele verfolgt der KSV? Generell liegt es den Mitgliedern am Herzen, die kommunistische Denkweise zu lehren und diese im universitären Zusammenhang zu erläutern. Die Fraktion äußert sich auch dezidiert politisch. So ist sie „gegen Bildungs- und Sozialabbau“. Im Rahmen der Universität ist sie gegen Zugangsbeschränkungen und Kosten jeglicher Art für die Studierenden. Außerdem setzt sie sich für den Frieden, gegen Diskriminierung und für den Feminismus ein. Für sie ist es elementar, sich im universitären Rahmen auf die Wissenschaft zu beschränken und die kapitalistische Verwendbarkeit von Wissen hinten anzustellen. Der KSV hat auch viele Verbindungen zu anderen kommunistischen Verbänden wie z.B. der KJÖ. Die KSV existiert ebenfalls in Graz, Linz, Salzburg und Wien.(3)

Die Geschichte der KSV

Die Gruppierung KSV besteht bereits seit 1972. Sie entstand ursprünglich als eine Abspaltung der MLS (Marxistisch-Leninistische-Studenten). Damals wurden die „orthodoxen“ Anhänger von der KPÖ ausgeschlossen und bildeten dann gemeinsam den KSV. Im Juni 2006 spaltete sich die KSV-LiLi von der KSV ab, nachdem die KSV weniger mit der Bundeslinie der KPÖ sympathisierte. (5)

Weitere Informationen zur KSV findet ihr unter ihrer Homepage und ihrer Wahlhompage.

Autor: Chr E

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