STULIFE

„Leistbare Rahmenbedingungen für Studenten“, „weltoffene Strukturen“ und „Chancengleichheit“; mit diesen Strategien zieht die neugegründete interkulturelle Fraktion stulife im Mai 2015 zum ersten Mal in den ÖH-Wahlkampf. Neben notwendigen Förderungen für Studierende haben sie sich auch wirtschaftliche Ziele gesetzt. Mehr dazu findest du hier.

Was ist stulife?

Seit Jänner 2015 existiert die Initiative stulife, welche sich aus türkischstämmigen ÖsterreicherInnen balkanischer und arabischer Herkunft zusammensetzt. Im April dieses Jahres hat sie die offizielle Zusage erhalten und sofort mit der Planung und Umsetzung ihrer Wahlkampagne begonnen.

stulife arbeitet eng zusammen mit der Union Europäisch Türkischer Demokraten (UETD) in Österreich, aber auch von anderen interkulturellen Vereinen und Organisationen erhält die junge Institution tatkräftige Unterstützung. Ihr wird aufgrund ihrer Beziehung zur UETD auch eine Nähe zur türkischen AKP-Partei nachgesagt, aber laut den Spitzenkandidatinnen Azize Selikoglu und Büsra Ali vertritt stulife unabhängig nur die Interessen der StudentInnen. Die Fraktion soll eine Anlaufstelle für alle Studierenden sein. Mit ihrem Motto „say it with stulife“ wollen sie einen Beitrag zur Gestaltung einer multikulturellen Bildungsgesellschaft leisten.

Die interkulturelle Fraktion arbeitet parteiunabhängig und setzt sich dafür ein, optimale Rahmenbedingungen für die Studierenden zu schaffen. Sie will Studierende davon überzeugen, dass ein Wechsel in der Österreichischen HochschülerInnenschaft von politisch abhängigen hin zu parteiunabhängigen VertreterInnen dringend notwendig ist.

Interessen und Ziele

Einer der Grundgedanken hinter der Fraktion stulife ist vor allem die Förderung von kulturellen Diversitäten. Für ein friedliches Zusammenleben ist es wichtig, verschiedene Kulturen und Religionen kennenzulernen und zu verstehen. Oft kommt der soziale und gesellschaftliche Aspekt in dieser Hinsicht zu kurz. Daher möchte sich stulife für soziale Projekte im Rahmen von universitären Lehrveranstaltungen einsetzen.

„Unser Wahlziel ist klar! Wir wollen Österreich als Vorbildcharakter für Wissenschaftsstandort stärken und fördern.“

stulife möchte Österreich als einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte stärken und ausbauen. Dazu müssen regelmäßig ausländische StudentInnen angeworben und gewonnen werden. Das Niveau der ausländischen Studierenden soll vergleichbar sein wie das der ÖsterreicherInnen.

Geförderte Deutschkurse für nicht deutschsprachige Studierende sind ebenfalls ein wichtiger Punkt im Programm von stulife. Die Fraktion fordert eine staatliche Förderung für das „Bonus-System“. Dieses System soll Studierende, die erfolgreich ihre Deutschkurse absolvieren, mit Leistungsstipendien belohnen.

Um die Studierenden in vielerlei Hinsicht zu entlasten, fordert stulife eine Krankenversicherung für alle Studierende – derzeit sind alle ÖH-Mitglieder unfall- und haftpflichtversichert -, eine Wohnbauhilfe und Kinderbetreuungseinrichtungen an den jeweiligen Universitäten. Auch die Ideen eines Studententickets und eines Mindeststipendiums für alle BewerberInnen werden von stulife in der nächsten Zeit verfolgt.

Die parteiunabhängige Fraktion kann sich eine Koalition mit allen Fraktionen vorstellen, mit denen sie sich durch ihre Werte, Interessen und Ansichten identifizieren kann.

Spitzenkandidatinnen

Azize Selikoglu (WU Wien) und Büsra Asil (WU Wien)

Azize Selikoglu

Azize Selikoglu (Foto: stulife)

Büsra Asil

Büsra Asil (Foto: stulife)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Anna Faltner

2 Kommentare

  • Pingback: 11 Fraktionen werden an der ÖH-Wahl 2015 antreten | oeh.wahl.wien

  • bitte hört endlich auf, diese Märchen zu wiederholen: stulife ist NICHT parteiunabhängig! es nervt mich, das kein medium darauf einsteigt! Die Union Europäisch Türkischer Demokraten ist eine Organisation der AKP, der Partei von Erdogan. Dass das kaum jemand in Österreich öffentliuch thematisiert, zeugt davon, dass Österreich sich null für türkischstämmige Studenten oder die Türkei interessieren. Bitte korrigiert das mit der Parteiunabhängigkeit und thematisiert es! Es war sogar schon in der Presse, jetzt könnte es sich auch mal langsam zu Publizistik Studenten rumsprechen. Danke.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.